Heidemarie Eilbracht, Barbara Niemeyer und Michael Schmauder (Hrsg.)
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 29
Die Fertigung von Hohlkörpern aus Metall forderte Toreuten über Jahrtausende zweifellos in ganz besonderer Weise. Nicht allein die Herstellung eines oftmals kaum mehr als einen Millimeter dünnen Blechs aus einem gegossenen Metallstück musste gelingen, sondern dieses galt es auch noch in einen Körper mit einer innenliegenden Wandung umzuformen. Der Wunsch nach Verzierung steigerte die Ansprüche an den Toreuten zusätzlich. Es ist daher kein Wunder, dass von hohl gearbeiteten Metallobjekten – seien es Gefäße, Helme, Hüte oder Musikinstrumente – eine ganz eigene Faszination ausgeht. Entsprechende Objekte entstanden bereits seit der frühen Bronzezeit und belegen die herausragenden Fähigkeiten damaliger Toreuten.
Der vorliegende Band versammelt neun Beiträge des 5. Internationalen Workshops des Netzwerks Archäologisch-Historisches Metallhandwerk (NAHM), die sich dem Phänomen der metallenen Hohlkörper in einem weiten zeitlichen und räumlichen Bogen – von der Bronzezeit bis zur römischen Epoche und von der Iberischen Halbinsel bis nach Skandinavien – als einzigartige handwerkliche Produkte widmen.
Hrsg. Erich Claßen, Bonn 2025, 124 Seiten, ISBN 978-3-9820399-7-8, 25 €