LVR-Amt für
Bodendenkmalpflege
im Rheinland
Logo Landschaftsverband Rheinland - zur Startseite
Tüllenkanne Pingsdorfer Machart, um 1200, Fundort Brauweiler (Foto: Alfred Schuler, LVR-ABR)

Archäologie
im Rheinland

Neuerscheinungen

LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Bestellmöglichkeit

Sofern nicht anders angegeben, sind alle Publikationen auch zu beziehen über:

LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Endenicher Str. 133
53115 Bonn

abr.buchbestellung@lvr.de

Buchtitel mit Glaskanne und Trinkglas

Jürgen Kunow, Marcus Trier (Hrsg.)
Archäologie im Rheinland 2017

Reisen Sie mit uns durch 400 Millionen Jahre Geschichte des Rheinlands. Lesen Sie von den Tränen der Götter, dem Bernstein. Erfahren Sie Neues zu eisenzeitlichen Grabbräuchen. Lernen Sie vier römische Rezepturen gegen Augenleiden kennen. Entdecken Sie, wie ein Römer seine Liebe bezeugte. Folgen Sie der Siegburger Keramik bis ans Ende der Welt. Finden Sie heraus, was sich hinter einem „Zuckerhut“ aus dem Zweiten Weltkrieg verbirgt. Begeben Sie sich auf Spurensuche mit der „Archäologie im Rheinland 2017“.
227 S., ISBN: 978-3-8062-0053-9, Konrad Theiss Verlag (WBG) Darmstadt 2018, 25,90 €

Christine Wohlfarth und Christoph Keller (Hrsg.)
Funde in der Landschaft. Neue Perspektiven und Ergebnisse archäologischer Prospektion
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 26

Feldbegehungen sind seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil des Methodenkanons archäologischer Prospektion. Zunächst meist für die Entdeckung bislang unbekannter Fundstellen genutzt, dienen sie heute zur Beantwortung eines weiten Spektrums unterschiedlicher Fragestellungen, das von kleinräumigen Analysen des archäologischen und bodendenkmalpflegerischen Potenzials bis zur Rekonstruktion archäologischer Landschaften reicht.

Neue technische Möglichkeiten, sich wandelnde methodische Vorgehensweisen und Auswertungsmöglichkeiten waren Anlass, Anwenderinnen und Anwender aus den unterschiedlichen Teilbereichen der archäologischen Prospektion im Rahmen einer Fachtagung zusammenzubringen. Der Band legt nun den Großteil der Beiträge und Präsentationen dieser 2017 bei der Fritz Thyssen Stiftung in Köln veranstalteten Tagung vor.

Unter vier Themenschwerpunkten – ephemere Fundplätze, Prospektion und präventive Archäologie, Landschaftsarchäologie in Südeuropa sowie in Mitteleuropa – berichten Autorinnen und Autoren aus zwölf europäischen Ländern über Erfahrungen und neueste Ergebnisse aus ihren aktuellen Prospektionsprojekten.

300 S., ISBN: 978-3-9820399-1-6, Bonn 2018, 45,00 €

Michaela Aufleger & Petra Tutlies (Hrsg.)
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Festschrift für Jürgen Kunow
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 27

Anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand ehren zahlreiche Weggefährtinnen und Weggefährten Prof. Dr. Jürgen Kunow, den ehemaligen Landesarchäologen für das Land Brandenburg und das Rheinland mit dieser Festschrift. Die rund 70 Beiträge würdigen Vita und Verdienste des zu Ehrenden, berücksichtigen zudem seine regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten ebenso wie seine vielfältigen Interessensgebiete. Der Band bietet sowohl übergreifende wissenschaftliche Beiträge als auch neueste Forschungen zu einzelnen Fundplätzen und Funden, zudem Betrachtungen zu Erhaltung und Präsentation von archäologischen Hinterlassenschaften.
627 S., ISBN: 978-3-9820399-0-9, Bonn 2018, 53,00 €

Roter Buchtitel mit goldener Schrift

Rudolf Kuper

Inden I. Eine Siedlung der Rössener Kultur im Rheinland
Rheinische Ausgrabungen 76

Die Entdeckung des Fundplatzes Inden 1 geht auf Prospektionen des damaligen Oberschülers und späteren in Trier tätigen Archäologen Hartwig Löhr zurück. Schon zwei Wochen nach seiner Meldung, am 9. Juni 1965, setzten die regulären Grabungen ein, mit deren örtlicher Leitung man Rudolph Kuper betraute, damals noch unter den ungleich schwierigeren Bedingungen des Einsatzes von Planierraupen, um große Grabungsflächen zu öffnen. Offizielles Grabungsende war der 18. Januar 1967, wobei es im Frühjahr noch einige kleinere Nachuntersuchungen gab. Die damalige Grabungstechnik und -dokumentation, aber auch den Einsatz naturwissenschaftlicher Nachbardisziplinen beschreibt Kuper im Detail. Die Geländeuntersuchungen im Braunkohlentagebau Weisweiler wurden Grundlage der Dissertationsschrift, die im Jahr 1974 von der Universität zu Köln angenommen wurde, die 1979 aber nur teilweise veröffentlicht wurde.

Die fast komplette Freilegung der Siedlung Inden 1 mit dreißig hausgrundrissen und einer Vielzahl weiterer Befunde war nachhaltig. Sie initiierte das räumlich benachbarte, über zehn Jahre (1971–1981) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Großprojekt „Siedlungsarchäologie der Aldenhovener Platte (SAP)“, das Rudolph Kuper auf Grund seiner in Inden 1 gemachten Erfahrungen gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Lüning entwickelte. Die Aldenhovener Platte gilt seitdem als die besterforschte bandkeramische Siedlungskammer Europas, und viele SAP-Bände konnten in unseren Rheinischen Ausgrabungen erscheinen.

Jürgen Kunow als Herausgeber schreibt in seinem Vorwort: „Keine Ausgrabung ist natürlich ‚zeitlos‘, aber Rudolph Kupers wissenschaftliche und praktische Herangehensweise wirken bis in die Gegenwart – und dieses über die europäische Neolithikumsforschung im Allgemeinen hinaus, und im Besonderen den Zeitabschnitt betreffend, den wir rössenzeitlich nennen.“

364 S., ISBN: 978-3-8053-5188-1, Zabern (WBG), Darmstadt 2018, 69,90 €