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Bodendenkmalpflege
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Tüllenkanne Pingsdorfer Machart, um 1200, Fundort Brauweiler (Foto: Alfred Schuler, LVR-ABR)

Archäologie
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Endenicher Str. 133
53115 Bonn

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Cover des aktuellen Jahrbuchs, das eine Ausgrabungsfläche zeigt

Erich Claßen, Marcus Trier (Hrsg.)
Archäologie im Rheinland 2019

Tauchen Sie ein in die Welt der Ratinger Seekuh und das Rheinland vor 28 Millionen Jahren. Entdecken Sie imposante Wallanlagen in der Eifel und im Bergischen Land und wie moderne Untersuchungsmethoden Althergebrachtes auf den Kopf stellen. Lassen Sie sich in das kultische Treiben der Colonia Ulpia Traiana bei Xanten entführen und zu einem Hotspot der Kölner Stadtgeschichte. Erfahren Sie, welch ungewöhnlichem Freizeitvergnügen die gehobene Schicht im frühmittelalterlichen Bonn-Beuel nachging und warum ein Ausflugslokal auf dem Drachenfels bei Königswinter archäologisch von Interesse ist.

248 S., ISBN 978-3-96176-124-1, Nünnerich-Asmus Verlag, Oppenheim 2019, 26,00 €

Das Cover zeigt die Luftbildaufnahme eines Flussverlaufs

Steve Bödecker, Eva Cott, Marion Brüggler, Eckhard-Deschler-Erb, Martin Grünewald, Sabine Hornung, Jennifer Morscheiser, Petra Tutlies (Hrsg.)
Spätlatènezeitliche und frühkaiserzeitliche Archäologie zwischen Maas und Rhein
Tagung Roman Networks in the West II, Krefeld, 14–16. Juni 2018
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 28

Der Beginn der römischen Herrschaft in den nordostgallischen Gebieten ist eine Zeit des massiven Umbruchs der Lebens- und Wirtschaftsweisen der ansässigen Bevölkerung. Die Auswirkungen auf Landschaft und Gesellschaft zwischen Rhein und Maas im Zeitraum von etwa 150 v. Chr. bis 150 n. Chr. werden im vorliegenden Tagungsband in den Blick genommen – und damit die Entwicklung der Siedlungslandschaft von der jüngeren Eisenzeit bis in die Blütezeit der römischen Epoche.
Die Veröffentlichung umfasst sowohl die Beiträge der zweiten internationalen Fachtagung „Roman Networks in the West II“, die vom 14.–16. Juni 2018 im Museum Burg Linn in Krefeld stattfand, als auch weitere themenrelevante Aufsätze. An dem Netzwerk sind Archäologinnen und Archäologen aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg und Deutschland beteiligt.

Bonn 2019, 343 Seiten, Ladenpreis: 49,90 €
ISBN 978-3-9820399-2-3

Cover der Rhenischen Ausgrabungen Band 77

Louise Rokohl
Die römische Straßenstation Hambach 101 an der Via Belgica
Rheinische Ausgrabungen 78

Die Via Belgica bildete eine zentrale Verbindung zwischen dem römischen Köln und seinem Hinterland einerseits und den gallischen Provinzen andererseits. Der modern geprägte Name steht für einen der am besten untersuchten römischen Verkehrswege überhaupt. Band 78 der Rheinischen Ausgrabungen beschäftigt sich mit der Bebauung der Straßenumgebung und setzt mit dem Fundplatz Hambach HA 101 eine römische Straßenstation in den Fokus. Es handelt sich um die erste monographische Vorlage einer solchen Anlage im Rheinland.

Die Archäologin Louise Rokohl legt mit ihrer Dissertation die Befunde und Funde des Fundplatzes vor und ordnet diese in den Verlauf der Via Belgica ein. Anhand zahlreicher Parallelen untermauert und diskutiert sie die Argumente für und gegen die Deutung als Straßenstationen, und zeigt auf, welche Bauformen bevorzugt und praktikabel waren. Als Diskussionsgrundlage dazu wird eine moderne 3D-Visualisierung des Fundplatzes HA 101 in seinen verschiedenen Siedlungsphasen vorgelegt.

Neben den Siedlungsstrukturen zeigt der Fundplatz zahlreiche Brandgräber. Ein monumentaler römischen Grabbau im Zentrum lässt Fragen nach Besitz und Betrieb der Straßenstation in besonderem Licht erscheinen.

WBG Philipp von Zabern, Darmstadt 2019, Umfang 256 Seiten (incl. 93 Tafeln), ein Faltplan A1, Ladenpreis 59,90 €, ISBN 978-3-8053-5250-5


Cover des Bandes 77 der Rheinischen Ausgrabungen

Tanja Zerl
Archäobotanische Untersuchungen zur Landwirtschaft und Ernährung während der Bronze- und Eisenzeit in der Niederrheinischen Bucht
Rheinische Ausgrabungen 77

Die Archäologin Tanja Zerl hat ihre Dissertation, die 2018 mit dem Albert-Steeger Preis des LVR ausgezeichnet wurde, der Erforschung archäologischer Pflanzenreste, wie etwa verkohlten Früchten und Samen, gewidmet. Die unscheinbaren, zum Teil weniger als 1 mm kleinen, organischen Reste stellen eine besondere Fundgattung dar, die einzigartige Einblicke in die Agrargeschichte gewährt.
Die Autorin legt eine umfassende Auswertung archäobotanischen Materials im Kontext der archäologischen Befunde vom Beginn der Bronze- bis zum Ende der Eisenzeit vor und beseitigt somit das bislang bestehende Forschungsdesiderat zwischen Neolithikum und Römischer Kaiserzeit. Dadurch wird eine nahezu lückenlose Erforschung von Landwirtschaft und Ernährung der Prähistorie der Niederrheinischen Bucht ermöglicht.
Die Materialbasis umfasst Proben aus insgesamt 66 Siedlungen. Zerl griff dabei einerseits auf zuvor nur unvollständig publiziertes Altmaterial zurück, andererseits bereitete sie selbst Proben auf. Ihre Analyse ist durch eine interdisziplinäre archäologisch-botanische und statistische Vorgehensweise geprägt, die durch Diagramme und Tabellen illustriert wird. Der Autorin gelingt es, das Bild einer vielfältigen, spezialisierten Landwirtschaft nachzuzeichnen: Die niederrheinischen Bauern des zweiten und ersten Jahrtausends v. Chr. kultivierten rund ein Dutzend verschiedener Pflanzen. Ab der frühen Eisenzeit nahmen sie erstmalig nicht nur die guten, sondern auch die weniger ertragreichen Böden erfolgreich in Nutzung. Sie praktizierten also eine frühe Form des modernen, sog. predictive farming.

WBG Philipp von Zabern, Darmstadt 2019, 326 S. mit zahlr. Abb., 22 × 29 cm, geb., 1 CD-ROM, Ladenpreis: 69,90 €, ISBN: 978-3-8053-5232-1

Christine Wohlfarth und Christoph Keller (Hrsg.)
Funde in der Landschaft. Neue Perspektiven und Ergebnisse archäologischer Prospektion
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 26

Feldbegehungen sind seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil des Methodenkanons archäologischer Prospektion. Zunächst meist für die Entdeckung bislang unbekannter Fundstellen genutzt, dienen sie heute zur Beantwortung eines weiten Spektrums unterschiedlicher Fragestellungen, das von kleinräumigen Analysen des archäologischen und bodendenkmalpflegerischen Potenzials bis zur Rekonstruktion archäologischer Landschaften reicht.

Neue technische Möglichkeiten, sich wandelnde methodische Vorgehensweisen und Auswertungsmöglichkeiten waren Anlass, Anwenderinnen und Anwender aus den unterschiedlichen Teilbereichen der archäologischen Prospektion im Rahmen einer Fachtagung zusammenzubringen. Der Band legt nun den Großteil der Beiträge und Präsentationen dieser 2017 bei der Fritz Thyssen Stiftung in Köln veranstalteten Tagung vor.

Unter vier Themenschwerpunkten – ephemere Fundplätze, Prospektion und präventive Archäologie, Landschaftsarchäologie in Südeuropa sowie in Mitteleuropa – berichten Autorinnen und Autoren aus zwölf europäischen Ländern über Erfahrungen und neueste Ergebnisse aus ihren aktuellen Prospektionsprojekten.

300 S., ISBN: 978-3-9820399-1-6, Bonn 2018, 45,00 €

Michaela Aufleger & Petra Tutlies (Hrsg.)
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Festschrift für Jürgen Kunow
Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 27

Anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand ehren zahlreiche Weggefährtinnen und Weggefährten Prof. Dr. Jürgen Kunow, den ehemaligen Landesarchäologen für das Land Brandenburg und das Rheinland mit dieser Festschrift. Die rund 70 Beiträge würdigen Vita und Verdienste des zu Ehrenden, berücksichtigen zudem seine regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten ebenso wie seine vielfältigen Interessensgebiete. Der Band bietet sowohl übergreifende wissenschaftliche Beiträge als auch neueste Forschungen zu einzelnen Fundplätzen und Funden, zudem Betrachtungen zu Erhaltung und Präsentation von archäologischen Hinterlassenschaften.
627 S., ISBN: 978-3-9820399-0-9, Bonn 2018, 53,00 €